Solidarische Landwirtschaft- das Prinzip

Wie ist es heute noch möglich, angesichts einer globalen Super - Vermarktung frisches und gesundes Gemüse zu bekommen, ohne selbst landwirtschaftlich tätig werden zu müssen?  Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben  die Wahl, entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und von Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Auf die Marktpreise hat der Landwirt keinen Einfluss, sie werden von den großen Vermarktungsketten bestimmt.

Aus diesem Dilemma gibt es einen Ausweg. Verantwortungsvolle Menschen gehen mit einem Landwirt eine Gemeinschaft ein, bei der beide Seiten voneinander profitieren. Dieser neue Trend heißt Solidarische Landwirtschaft– ein Konzept  mit Zukunft.

Das Prinzip der SoLaW ist:  Die Verbraucher in der Gemeinschaft nehmen  dem Hof für ein Jahr einmal wöchentlich die Ernte zu einem festen Preis ab. Die Mitglieder unterstützen den Hof mit ihren regelmäßigen Zahlungen und helfen mehrmals im Jahr mit Arbeitseinsätzen auf dem Hof. So lernen die Mitglieder der Gemeinschaft nicht nur die schwere Arbeit des Landwirtes kennen, sondern auch, was wann angebaut wird, wie das Wetter die Arbeit beinflußt und wie der Boden bearbeitet wird.

Beim festlegen des anzubauenden Gemüses haben die Verbraucher die Möglichkeit aktiv mit zu betimmen.

Die Verteilung der Ernteanteile erfolgt dann an zentrale Abholstellen.